Arbeiten
Darf ein EU-Bürger in jedem Fall in der Schweiz arbeiten?

Grundsätzlich darf ein EU-Bürger in der Schweiz arbeiten.
Für Staatsangehörige aus der so genannten EU-26 (Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Republik Tschechien, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Ungarn und Zypern) gilt die volle Personenfreizügigkeit gemäss dem Freizügigkeitsabkommen. Dasselbe gilt seit dem 1. Januar 2025 für kroatische Staatsangehörige.
Freizügigkeit für EU-Staatsangehörige
Die Person mit einem Pass eines EU-Landes darf in der Schweiz während drei Monaten erwerbstätig sein, ohne dass sie dafür eine Aufenthaltsbewilligung benötigt. Die Arbeitgeberin muss diese Beschäftigung allerdings online anmelden. Diese Meldepflicht gilt sowohl für Arbeitgeberinnen mit Sitz in einem EU Staat wie auch für Arbeitgeberinnen mit Sitz in der Schweiz. Wer selbstständig tätig ist, muss die Selbstständigkeit auf Verlangen der zuständigen Behörden nachweisen können.
Will eine Person mit einer Staatsangehörigkeit der EU länger als drei Monate in der Schweiz erwerbstätig sein, muss sie den zuständigen kantonalen Behörden ein gültiges Reisedokument sowie die Einstellungserklärung der Arbeitgeberin oder eine Arbeitsbescheinigung vorlegen können. Mit diesen Dokumenten erhält sie die Aufenthaltserlaubnis.
Britische Staatsangehörige
Das Vereinigte Königreich (UK) ist per 31. Januar 2020 aus der EU ausgetreten. Die Übergangsphase ist am 31. Dezember 2020 abgelaufen, sodass das Freizügigkeitsabkommen für UK-Bürger nicht mehr gilt. Während britische Staatsangehörige mit bereits vor dem 31. Dezember 2020 gültiger Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung ihre Rechte behalten, gelten für Neuzuzüger aus der UK die Bestimmungen des Ausländer- und Integrationsgesetzes. Namentlich erhalten nur noch Führungskräfte, Spezialistinnen und andere qualifizierte Arbeitskräfte eine Arbeitsbewilligung, für die Kurzaufenthaltsbewilligungen hat der Bundesrat Kontingente erlassen.
Aktualisiert am 1. Januar 2025